GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Fri, 19 Jul 2019 14:23:36 +0200 Fri, 19 Jul 2019 14:23:36 +0200 TYPO3 EXT:news news-230 Fri, 28 Jun 2019 09:46:45 +0200 Personalräte-Treffen Grundschulen https://www.gew-buedingen.de/home/details/230-personalraete-treffen-grundschulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4217d45544ab4755f3070e59ea5d2801 im Ostkreis Wetterau 28. August 2019 | 18 Uhr Gasthof „Zur Traube“ in Nidda | Marktplatz

Bitte gebt uns bis zum 15. August eine kurze Rückmeldung.

Mögliche Gesprächspunkte könnten sein:

  1. Bericht aus dem Gesamtpersonalrat
  2. UBUS-Kräfte – Einstellung, Arbeitszeitberechnung, Zusammenarbeit
  3. Inklusion an Grundschulen
  4. Überlastungsanzeigen
  5. Rolle des Schulpersonalrates bei Funktionsstellenverfahren (Ablehnung einer Maßnahme – Gründe)
  6. Sonstiges

Sollte es Fragen oder Anregungen für weitere Themen geben, sagen Sie/sagt uns bitte Bescheid. Wir freuen uns über ein zahlreiches Erscheinen. Für die Koordination wäre es hilfreich, zu wissen, mit wie vielen KollegInnen ihr/Sie kommt/kommen, damit wir entsprechend reservieren können.

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Aktuelles
news-228 Fri, 28 Jun 2019 09:13:35 +0200 Sommer-Ausflug nach Bad Vilbel https://www.gew-buedingen.de/home/details/228-sommer-ausflug-nach-bad-vilbel/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6d3382a2dcab3cbb7e4594f7a29c2b81 Samstag, 7. September Foto: Albrecht E. Arnold  / pixelio.de

10.00 Uhr Start mit dem Fahrrad am REWE-Parkplatz Florstadt
Fahrt entlang des Nidda-Radweges | rund.20 km

12.00 Uhr Mittagessen im Restaurantcafé "Alte Mühle" | Bad Vilbel
Selbstverständlich auch erreichbar mit dem Auto

14.00 Uhr Stadtführung
S
chwerpunkt Wasser- und Bäderkultur

15.30 Uhr Zeit zur freien Verfügung
Kaffee und Kuchen, Bummeln

17.00 Uhr Rückfahrt

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Anmeldung bis 25. August

 06046–2308
jr-heinz@web.de
ihaesler@gmx.de

Flyer

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Aktuelles
news-226 Tue, 28 May 2019 14:52:00 +0200 Anforderungen an den Digitalpakt https://www.gew-buedingen.de/home/details/226-anforderungen-an-den-digitalpakt/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f76ee2ba3d20d7c8e6b4b43a8dc39524 Mehr als Anschaffung von Hardware in Schulen Positionspapier „Für gute digitale Bildung in Hessen!" Pressekonferenz in Wiesbaden am 28. Mai 2019 Foto v.l.: Mario Michel (Schulleiter und Vorstand Grundschulverband), Korhan Ekinci (Vorsitzender Landeselternbeirat Hessen), Birgit Koch (Vorsitzende GEW Hessen), Reiner Pilz (stellv. Vorsitzender elternbund hessen), Johannes Strehler (Landesschulsprecher)

Der erfolgreiche Einsatz digitaler Medien in der Schule erfordert mehr als die Anschaffung von Hardware!

Landesgruppe Hessen im Grundschulverband, Landesschülervertretung Hessen, Landeselternbeirat von Hessen, elternbund hessen sowie GEW Hessen haben heute ihre Anforderungen an die Umsetzung des Digitalpakts  vorgestellt. Dazu haben sie ein Positionspapier mit dem Titel „Für gute digitale Bildung in Hessen!“ vorgestellt. Nach Angaben des Kultusministeriums kann das Bundesland in jedem Jahr der fünfjährigen Laufzeit von 2019 bis 2024 mit Mitteln in der Höhe von 74 Millionen Euro rechnen. Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz hat angekündigt, dass noch im Frühjahr das Konzept zur Umsetzung des Digitalpakts vorgestellt werden soll.

Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler ist die aktuelle Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien sowie mit schnellen Internetverbindungen alles andere als zufriedenstellend. Johannes Strehler, der als Landesschulsprecher die Interessen der rund 800.000 Schülerinnen und Schüler in Hessen vertritt, äußerte sich dazu wie folgt: „In vielen hessischen Schulen finden wir – wenn überhaupt – PC-Räume, die im vergangenen Jahrtausend ausgestattet wurden. Hard- und Software ist zumeist heillos veraltet. Gerade in ländlichen Regionen ist oft kein schnelles Breitband-Internet verfügbar und auch die Ausstattung mit einem leistungsfähigen W-LAN ist an unseren Schulen die Ausnahme. Es muss sich also dringend etwas tun!“

Korhan Ekinci, Vorsitzender des Landeselternbeirats von Hessen, betonte, dass es gleichwohl mit der Anschaffung von neuen Endgeräten nicht getan ist. Er wies darauf hin, dass auch ein verlässlicher professioneller Support bereitgestellt werden muss: „Werden Hard- und Software nicht regelmäßig gewartet und aktualisiert, so ist deren Nutzen für die Schülerinnen und Schüler gering. Für Schulen ist, wie bei jedem Unternehmen auch, eine professionelle Administration durch entsprechend ausgebildetes Fachpersonal unbedingt erforderlich. Daher müssen die Kommunen als Schulträger technisch ausgebildetes Fachpersonal einstellen, das sich dauerhaft um die IT-Ausstattung der Schulen kümmert.“

Auf den Bedarf an attraktiven Fortbildungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer verwies Birgit Koch als Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Hessen. „Die einst sehr guten Angebote zur Lehrerfortbildung wurden leider in den vergangenen Jahren in vielen Teilen abgewickelt, so dass diese inzwischen ein Schattendasein fristet. Wie bei anderen Themenbereichen auch, mangelt es hinsichtlich der Medienbildung an attraktiven und nachhaltigen Fortbildungsangeboten und an ausreichenden Zeitressourcen für die Lehrerinnen und Lehrer. Beides ist aber erforderlich, damit sich Lehrkräfte die vorhandenen Möglichkeiten zum sinnvollen und gewinnbringenden Einsatz digitaler Medien im Unterricht aneignen können.“, so Birgit Koch.

Mario Michel, der als Schulleiter einer Grundschule dem Vorstand der Landesgruppe Hessen im Grundschulverband angehört, betonte das „Primat der Pädagogik“. Dieses wird auch von der Kultusministerkonferenz in ihrer Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ vertreten: „Bei all der Notwendigkeit und dem Hype um die Digitalisierung dürfen wir nicht unsere traditionellen Medien und Methoden vergessen. Digitale Medien werden nicht die Lehrkräfte und deren Beziehung zu den Kindern ersetzen, ebenso wenig Stift, Papier und die Entwicklung der Feinmotorik. Sie erweitern das Methodenrepertoire einer Lehrkraft, um Kinder bestmöglich zu fördern und zu fordern.“ Beim richtigen Einsatz böten digitale Medien in Kombination mit traditionellen Medien jedoch vielfältige Möglichkeiten: „Digitale Medien ermöglichen die Etablierung von neuen Lernkulturen. Denn ihre Nutzung öffnet den Kindern neue Interessenbereiche und Entfaltungsmöglichkeiten aus ihrer Lebenswirklichkeit.“

Trotz aller bestehenden Chancen der Anwendung digitaler Medien gibt es auch nicht von der Hand zu weisende Risiken. So machte Reiner Pilz als stellvertretender Vorsitzender des elternbund hessen auf Probleme mit Cyber-Mobbing aufmerksam: „Cyber-Mobbing ist fast an jeder Schule ein Thema. Maßnahmen des Kultusministeriums dagegen zeigen bislang keine hinreichende Wirkung. Durch die zunehmende Digitalisierung der Schulen ist auch mit einer quantitativen Steigerung des Phänomens zu rechnen. Die Schule muss als Bestandteil ihres Bildungsauftrags die Schülerinnen und Schüler auch für bestehende Gefahren der Digitalisierung sensibilisieren und zu einem verantwortungsbewussten Umgang beispielsweise mit den sozialen Netzwerken hinführen. Auch für dieses Themenfeld bedarf es dringend passgenauer Fortbildungsangebote für die Lehrerinnen und Lehrer."

Johannes Strehler, Korhan Ekinci, Birgit Koch, Mario Michel und Reiner Pilz forderten das Kultusministerium, die Schulverwaltung sowie die Kommunen als Schulträger dazu auf, bei der Umsetzung des Digitalpakts die vorgelegten Anforderungen zu berücksichtigen. Das Positionspapier geht auf einen mehrmonatigen Diskussionsprozess zwischen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften zurück. Darin werden auch der Datenschutz sowie die Rolle der Privatwirtschaft thematisiert: „IT-Konzerne sind hinsichtlich der Digitalisierung der Schulbildung nicht mehr als Dienstleister für die öffentliche Hand. Ihnen darf in diesem Zusammenhang keinerlei Gelegenheit zur Einflussnahme auf die Bildungsinhalte oder zur exklusiven Bewerbung ihrer Produkte eingeräumt werden.“

Dem Kultusministerium zufolge kann Hessen in der fünfjährigen Laufzeit des Digitalpakts mit insgesamt 372 Millionen Euro rechnen. Angesichts von rund 180.000 Schülerinnen und Schülern an berufsbildenden Schulen und 629.000 Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen belaufen sich die Mittel rechnerisch auf nicht mehr als 92 Euro pro Kopf und Jahr. Die Beteiligten halten diese Mittel nicht für ausreichend, um die Schulen hinlänglich im Sinne des vorgelegten Positionspapiers auszustatten. Darüber hinaus dürfe nicht zuletzt angesichts des vielerorts katastrophal schlechten baulichen Zustands der Schulgebäude keinesfalls an anderer Stelle gespart werden.

Für gute digitale Bildung in Hessen! Positionspapier von elternbund hessen, Grundschulverband – Landesgruppe Hessen, Landesschülervertretung, Landeselternbeirat und GEW Hessen

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Aktuelles
news-225 Tue, 28 May 2019 14:35:00 +0200 Rückwirkende Auszahlung der Tariferhöhung 2019 https://www.gew-buedingen.de/home/details/225-rueckwirkende-auszahlung-der-tariferhoehung-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a79552e1b49a9e96ac13d08f4085967 Auskunft des Innenministeriums: Mit Juli-Bezügen ausgezahlt Hinweis für Beamt_innnen Mit dem Tarifabschluss 2019 zum TV-Hessen Ende März haben das Land Hessen und die Gewerkschaften eine rückwirkende Entgelterhöhung zum 1. März 2019 um 3,0 Prozent (bzw. um 4,5% in der Stufe 1 in allen Entgeltgruppen), mindestens um 100 Euro monatlich vereinbart.

Nach Auskunft des Innenministeriums wird die Entgelterhöhung rückwirkend mit den Juli-Bezügen zur Auszahlung gebracht. Sofern bis zu diesem Zeitpunkt  die redaktionellen Tarifverträge noch nicht unterschrieben sein sollten, erfolgt die Auszahlung mit dem Hinweis „unter Vorbehalt“ in der Bezügeabrechnung.

Das Gesetzgebungsverfahren zu einer zeitgleichen und systemkonformen Anhebung der Besoldung für die Beamtinnen und Beamten sowie der Versorgungsbezüge soll nach Angaben der Landesregierung nach Möglichkeit noch vor der Sommerpause abgeschlossen sein. Soweit das gelingt, wäre eine rückwirkende Auszahlung der Besoldungserhöhung ebenfalls Ende Juli möglich.

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news-224 Fri, 24 May 2019 11:02:02 +0200 Ehrung https://www.gew-buedingen.de/home/details/224-ehrung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0724df7ca6e2224f6aa008377366c4d8 langjähriger Mitglieder Am 20. März.2019 ehrten wir langjährige Mitglieder.

Die Personen auf dem Bild von links nach rechts sind: Michael Siebert, Ingrid Tschirner, Willi Herkert, Elke Drechsler, Ingrid Haesler, Kurt Brauer, Monika Brauer, Gunter Schmidt.

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Aktuelles
news-227 Wed, 08 May 2019 11:05:00 +0200 Besoldungsanpassung für hessische Beamtinnen und Beamte https://www.gew-buedingen.de/home/details/227-besoldungsanpassung-fuer-hessische-beamtinnen-und-beamte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5e58f3b0b6d7b3a5d3395cf266a5ea60 GEW Hessen begrüßt Gesetzentwurf Am 14. Mai 2019 haben die Fraktionen des schwarz-grünen Regierungslagers einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Besoldung und Versorgung für die Beamtinnen und Beamten in Hessen in den Landtag eingebracht. Dadurch wird die Zusage des hessischen Innenministers in der Tarifrunde 2019 für die Angestellten des Landes vom 29. März 2019 eingelöst, das Tarifergebnis „zeitgleich und systemgerecht“ auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen.

Der Gesetzentwurf sieht für diese sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger eine Bezügesteigerung rückwirkend zum 1. März 2019 um 3,2 Prozent, zum 1. Februar 2020 um abermals 3,2 Prozent und zum 1. Januar 2021 um 1,4 Prozent vor. Die Erhöhung 2021 gilt laut Tarifeinigung für 9 Monate. Über eine weitere Einkommensentwicklung ab 1. Oktober 2021 wäre in der nächsten Tarif- und Besoldungsrunde zu verhandeln.

Für die Tarifbeschäftigten wurde im März auch ein Mindesterhöhungsbetrag festgelegt. Aufgrund der Rechtsprechung ist die Übertragung eines tariflichen Mindestbetrages auf die Besoldung nicht mehr möglich, daher wächst stattdessen die Besoldung entsprechend des tariflich vereinbarten Gesamtvolumens bei der Einkommensentwicklung. Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen, erklärte dazu heute in Frankfurt: „Der Gesetzentwurf entspricht der Zusage in der Tarifeinigung.  Auch wir erachten den Besoldungszuwachs in Höhe des tariflich vereinbarten Gesamtvolumens als gute und angemessene Lösung, die Übertragung systemgerecht zu gestalten. Diesmal erfolgt die Bezügesteigerung – anders als allzu oft in der Vergangenheit – auch zum selben Zeitpunkt. Insofern begrüßen wir den Gesetzentwurf ausdrücklich.“

Trotzdem seien zwei wichtige besoldungsrechtliche Probleme, so Wiedwald weiter, mit dem Gesetzentwurf noch nicht gelöst. „Mit der Nullrunde 2015, der völlig unzureichenden Besoldungserhöhung 2016 und der hohen Wochenarbeitszeit von 41 Stunden hat sich Hessen mit diesen Alleingängen im Bundesländervergleich der Arbeitsbedingungen weit nach hinten katapultiert. Da fast alle Bundesländer das Tarifergebnis auf die Beamtinnen und Beamten 2019 bis 2021 entsprechend übertragen, ändert sich an dieser Situation nichts. Die hessischen Arbeitsbedingungen bleiben vor allem für Fachkräfte vergleichsweise unattraktiv“, bemängelte die GEW Vorsitzende. In diesem Zusammenhang könne auf Rheinland-Pfalz verwiesen werden, das über die Übertragung des Tarifergebnisses hinaus zusätzliche Besoldungssteigerungen angekündigt habe, um die deutliche Abkopplung der Besoldung von der Tarifentwicklung in der Vergangenheit teilweise wieder wett zu machen.

Zudem packe der Gesetzentwurf die Gleichstellung der Grundschullehrkräfte mit den anderen Lehrämtern (Anhebung der Besoldung nach A 13) nicht an. „Zuletzt hat im März 2019 Bremen die Einführung von A 13 für Grundschullehrkräfte angekündigt. Der Handlungsdruck für Hessen wird immer größer, wenn der Kultusminister nichts bei dem ausgeprägten Mangel an voll ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern im Grundschulbereich tun will“, so Wiedwald abschließend.

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news-221 Wed, 28 Jun 2017 12:13:00 +0200 Mitgliederversammlung 2019 https://www.gew-buedingen.de/home/details/221-mitgliederversammlung-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c11c1c77e029991961a64ea40acfeb7 Bericht von Vortrag und Diskussion Ein Vortrag mit anschließender Diskussion über die derzeitige Hessische Schulpolitik stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Büdinger Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Als prominenten Gastredner hatte das GEW-Vorstandsteam den SPD-Landtagsabgeordneten Christoph Degen gewinnen können. Dieser sah als Oppositionspolitiker erwartungsgemäß zahlreiche dringend zu behebende bildungspolitische Baustellen und mangelnden Realitätsbezug der derzeitigen schwarz-grünen Kultuspolitik.

Degen, selbst Förderschullehrer, sieht zwar auch einige „Lichtblicke“, jedoch laufe die Landesregierung durch die zögerliche Umsetzung ihrer Beschlüsse stets den aktuellen Problemlagen hinterher. Das Grundproblem sei stets das Gleiche: Die Bedingungen vor Ort verschärften sich schneller als die Angleichung der Zahlen umgesetzt werden könnten. Die gewünschten Effekte verpufften dadurch. Häufige Schulbesuche maßgeblicher Politiker und Gespräche mit allen Mitgliedern der Schulgemeinden könnten nach Dafürhalten von Degen dazu beitragen, den Realitätsbezug zu erhöhen.

So sei beispielsweise die Lehrerversorgung auf den ersten Blick „ganz nett“. Betrachte man sich jedoch die gestiegenen Anforderungen an den Lehrerberuf etwa in Bezug auf sprachliche Probleme, Digitalisierung, Verhaltensauffälligkeiten oder Mobbing müsse man die vorliegenden Zahlen als nicht mehr ausreichend bezeichnen. Der jeweilige schulische Einzelfall werde durch den Gesamtumfang der Stellenerhöhungen ohnehin nicht berücksichtigt.

Der Lehrergesundheit sei die sich kontinuierlich steigernde Arbeitsbelastung mit Sicherheit nicht zuträglich. Das zuständige Ministerium könne noch nicht einmal Auskunft über den Krankenstand der gesamten hessischen Pädagogen erteilen. Obwohl auf Schulamtsebene diesbezüglich ständig Daten erhoben würden, sei man in Wiesbaden nicht in der Lage diese statistisch zusammen zu führen. Die Überlastungsanzeigen zahlreicher Kolleginnen und Kollegen wertet Degen als „Ausdruck der Verzweiflung“. Der Sozialdemokrat kann dafür bei der Landesregierung indes „kein Verständnis erkennen“. Den zuständigen Ressortchef bezeichnete Degen in dieser Hinsicht als „Minister Ahnungslos“.

Wertschätzung zeige sich auch durch eine faire Entlohnung. Zwar wolle die Hessische Landesregierung als einziges Nichtmitglied der Tarifgemeinschaft der Länder prüfen, ob die jüngst beschlossenen Ergebnisse der Tarifkommission übernommen werden könnten. Und auch die Anhebung der Besoldung aller Grundschullehrkräfte auf A13 könne man sich durchaus vorstellen. Allerdings nur, falls alle Bundesländer dies so umsetzen würden, sieht Degen eine deutliche Einschränkung des Veränderungswillens beim CDU-geführten Innenministerium. Auf 70 Millionen pro Jahr beziffert der Sozialdemokrat die dafür entstehenden Mehrkosten für den Landeshaushalt.

Auch der sich immer deutlicher abzeichnende Lehrermangel wurde angesprochen. Wenn man, so Degen, die Unterrichtsabdeckung schon nicht mehr ohne Quereinsteiger leisten könne, benötige man für diesen Personenkreis wenigstens eine spürbare Qualifizierungsoffensive. Dazu müsse die staatliche Lehrerfortbildung deutlich stärker in den Fokus gerückt werden.

Das Thema Zustand von Schulgebäuden sei zwar Kreissache, aber besonders im Hinblick auf die Herausforderungen durch den Bedarf an Ganztagsangeboten und insbesondere zur Umsetzung der Inklusionsbemühungen könne man das Land auch hier nicht aus der Verantwortung entlassen.

Ohnehin sei die Aufgabe der Inklusion beim derzeitigen Mangel an Förderschullehrkräften eines der drängendsten Probleme. Bei dieser These war sich Degen mit der Mehrheit der anwesenden Gewerkschaftler einig. Ziel müsse sein, „an allen Regelschulen Inklusion zu ermöglichen“. Dabei sei unbedingt darauf zu achten, dass die Förderschullehrer ins bestehende Kollegium integriert werden müssten. Parallelsysteme erschwerten eine gute Kommunikation und seien daher abzulehnen. Die Übernahme von Verantwortlichkeiten müsse eindeutig geregelt sein. Gerade Schüler mit Inklusionsbedarf benötigten eine klare Zuordnung ihrer Bezugspersonen.

Einige Grundschullehrkräfte schilderten ihre Empfindungen, zunehmend Tätigkeiten aus dem Bereich Schulsozialarbeit übernehmen zu müssen. Eine Kollegin brachte es auf den Punkt: „Ich hätte es früher nie für möglich gehalten, dass ich es jemals mit derart vielen gesellschaftlich verursachten Verhaltensauffälligkeiten zu tun haben würde.“ Was in den zurückliegenden Jahren Einzelfälle gewesen seien, könne man heute bei etwa einem Viertel aller Kinder feststellen.

Man könne, auch darin war sich die Mehrheit der Anwesenden einig, den Eindruck gewinnen, die Landesregierung wolle die schulische Inklusion „bewusst an die Wand fahren“. Christoph Degen, selbst seit 17 Jahren GEW-Mitglied, brachte diese These in Verbindung mit der grundsätzlichen Schulformfrage. Gelungene Inklusion könne dazu führen, dass ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler an wohnortnahen Schulen unterrichtet werden könnten. Ein gegliedertes Schulsystem, wie von der CDU nach wie vor favorisiert, werde damit unter Umständen stärker zur Diskussion gestellt.

Abschließend ging der sozialdemokratische Bildungspolitiker auf die aktuelle „Fridays for Future“ -Protestbewegung von Schülern zum Schutz der Umwelt ein. In einer offensichtlich schwieriger werdenden Welt werde die Erlangung politischer Handlungskompetenz immer wichtiger. Er jedenfalls sei auf der Seite der jungen Menschen. „Demokratiestärkung muss heutzutage überall, gerade aber auch in Haupt- und Realschulen stattfinden.“

Darüber hinaus seien nicht nur ein theorielastiges Abitur mit anschließendem akademischen Studium anzustrebende Ziele, sondern handlungsorientierte Fächer wie Arbeitslehre sollten auch an Gymnasien wieder unterrichtet werden, um damit Berufsorientierung zu fördern und das System der dualen Ausbildung zu stärken.

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