GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Thu, 06 May 2021 16:11:46 +0200 Thu, 06 May 2021 16:11:46 +0200 TYPO3 EXT:news news-250 Mon, 19 Apr 2021 08:33:02 +0200 PR-Wahl in der Pandemie: Briefwahl organisieren! https://www.gew-buedingen.de/home/details/250-pr-wahl-in-der-pandemie-briefwahl-organisieren/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f9e2a738a3d17b1c7bce03497b1ba1d8 Gemeinsam für eine hohe Wahlbeteiligung Die Verschiebung der Wahl um ein Jahr hat nichts daran geändert, dass wahlberechtigte Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte an den Wahltagen

  • gar nicht in der Schule sein werden, da die von ihnen unterrichteten Jahrgänge ausschließlich im Distanzunterricht sind, oder
  • nur partiell in der Schule sind, da sie zwischen Präsenzunterricht, Wechselunterricht und Distanzunterricht pendeln.

Eine hohe Wahlbeteiligung ist wichtig, denn sie stärkt die Personalräte auf allen Ebenen. Deshalb bitten wir

  • die Wahlvorstände, die Kolleginnen und Kollegen über die Möglichkeit der Briefwahl zu informieren und die Voraussetzungen für eine unbürokratische Handhabung zu schaffen und
  • alle wahlberechtigten Kolleginnen und Kollegen ihr Wahlrecht bei der Präsenzwahl am 4. und 5. Mai oder im Rahmen der Briefwahl zu nutzen.

Was kann jeder einzelne Kollege und jede einzelne Kollegin tun?

Jede und jeder Wahlberechtigte kann beim Wahlvorstand einen formlosen Antrag auf Briefwahl stellen. Dazu reicht eine E-Mail. Dann bekommt man die Briefwahlunterlagen und schickt sie rechtzeitig vor dem 5. Mai zurück an den Wahlvorstand. Man kann sie auch persönlich übergeben.

Was kann der Wahlvorstand tun?

Antworten, Musterbrief, Vordrucke auf der PR-Wahl-Homepage

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Personalratswahlen
news-249 Mon, 19 Apr 2021 08:29:16 +0200 Testungen auf Corona an Schulen https://www.gew-buedingen.de/home/details/249-testungen-auf-corona-an-schulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff11ad5c938cfb086aa403f51564c881 Die neue Test-Strategie des Landes Hessen vom 12.4.2021 Das hessische Corona-Kabinett hat am 12. April die „neue Test-Strategie“ für den Schulbetrieb nach den Osterferien beschlossen. Diese soll ab dem 19. April 2021 gelten.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte müssen entweder einen kostenfreien Bürgertest in Anspruch nehmen oder den von der Schule zur Verfügung gestellten Selbsttest nutzen und ein negatives Testergebnis vorweisen, um am Schulbetrieb teilnehmen zu dürfen. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden alt sein. Die Selbsttests sind an der Schule durch die Schülerinnen und Schüler durchzuführen und nicht von den Lehrkräften.

Die Lehrkräfte können den Test auch außerhalb der Schule durchführen und müssen das negative Testergebnis gegenüber der Schulleitung mit einer  Bescheinigung oder in Form einer dienstlichen Erklärung  nachweisen.

Für die Lehrkräfte soll es nach der „Checkliste“ des Hessischen Kultusministeriums insbesondere die folgenden Aufgaben geben:

  • Umfassende Lüftung des Raumes
  • Sicherstellung des Vorliegens der Einwilligungs- und Datenschutzerklärung von den betreffenden Schülerinnen und Schülern.
  • Erläuterung des Testablaufs durch die Lehrkraft, ggf. schon vor den Testungen mit Videounterstützung.
  • Eintragung der Testergebnisse in die Testdokumentation.
  • Isolierung etwaig positiv getesteter Schülerinnen und Schüler von der Lerngruppe sowie Sicherstellung einer pädagogischen und sensiblen Begleitung.

Die Checkliste ist im Ministerschreiben vom 30.3.2021 zu finden sowie ein Ablaufdiagramm:

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-an-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/durchfuehrung-von-antigen-selbsttests-zum-nachweis-des-coronavirus-sars-cov-2-in-schulen

Im Ministerschreiben vom 12.4.2021 ist die Verpflichtung geregelt, ein Testergebnis vor der Teilnahme am Schulbetrieb nachweisen zu müssen:

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-an-schulen/fuer-schulleitungen/schreiben-schulleitungen/schul-und-unterrichtsbetrieb-ab-dem-19-april-2021

Folgende Kritikpunkte sind hier anzumerken:

  • Erhöhte  Infektionsgefahr  für  Lehrkräfte und  Schüler:innen  während  der  Durchführung  der  Testungen  ohne  Maske  (bei Abstrich wird oft Niesen und Husten provoziert)
  • Psychisch belastende Situation für positiv getestete  Schüler:innen,  die  vom  Klassenverband abgesondert werden müssen
  • Der Datenschutz kann in Klassensituation bei positiven  Ergebnissen  nicht  eingehalten werden.
  • Präsenzunterrichtszeit wird durch Durchführung der Tests beschnitten.
  • Selbständige  Durchführung  der  Tests  bei Grund- und  Förderschüler:innen  problematisch; vermutlich   begleitende   Anleitung ohne Mindestabstand notwendig
  • Für schulisches Personal ist keine Schutzausrüstung während Testbegleitung vorhanden, insbesondere für den Fall, dass in der Testphase eine persönliche Assistenz erforderlich wird.
  • Hoher Zusatzaufwand für Lehrkräfte (administrative Tätigkeiten, separate Betreuung positiver Schüler:innen)
  • Im Unterschied zu einer Selbsttestung zu Hause kommen  positive  Schüler:innen noch in die Schule.

Forderungen der GEW

  • Durchführung der Selbsttests der Schülerinnen und Schüler zu  Hause 
  • Impfangebote für alle Lehrkräfte im Präsenzunterricht

Rechtliche Einschätzung

Das Kultusministerium hat per Schreiben vom 30. März 2021 verlautbaren lassen, dass alle Lehrkräfte die Durchführung von Selbsttests der Schüler:innen „begleiten“ müssen.

Eine betroffene Lehrkraft kann aber für sich persönlich zu der Überzeugung kommen, dass diese Anweisung grundsätzlich nicht vom Weisungsrecht gedeckt ist und damit nicht zu den Dienstpflichten gehört. Befolgt sie die Weisung dann allerdings nicht, geht die Lehrkraft das Risiko arbeitsrechtlicher bzw. beamtenrechtlicher Sanktionen ein.

Wie sich in Folge allerdings Arbeitsgerichte, Verwaltungs-bzw. Disziplinargerichte hierzu positionieren, kann nicht vorausgesehen werden. Vor dem Hintergrund der bisher in Pandemiezeiten ergangenen Rechtsprechung ist allerdings zu befürchten, dass die Entscheidungen eher zugunsten der Dienststelle ausfallen werden. Deshalb schlagen wir folgende Handlungsalternativen vor:

Suchen Sie das Gespräch mit der Schulleitung und dem Personalrat, wie die Testung durchgeführt werden kann, so dass die genannten Risiken für alle Beteiligten möglichst gering bleiben. Sollten dabei keine befriedigenden Lösungen gefunden werden, können die Bedenken der Schulleitung gegenüber auch schriftlich geäußert und um Abhilfe gebeten werden in Form einer Gefährdungsanzeige (Überlastungsanzeige). Darin sollten die für die Lehrkraft und die Schüler:innen befürchteten Gesundheitsrisiken und die möglichen Risiken in Bezug auf die Gefährdung der vollumfänglichen Aufsichtspflicht erwähnt werden. Da die Schulleitung verantwortlich ist für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Kolleg:innen, muss sie das Schulamt einschalten, falls sie die Gefährdung nicht abstellen kann.

Nur die Beamt:innen können alternativ auch von ihrem Recht und ihrer Pflicht zur Remonstration gemäß §§ 35,36 des Gesetzes zur Regelung des Statusrechts der Beamtinnen und Beamten in den Ländern (BeamtStG) Gebrauch machen. Beamt:innen sind generell verpflichtet, Dienstanweisungen auszuführen. Mit einer Remonstration machen sie jedoch darauf aufmerksam, dass sie dies nur unter Protest und mit größten Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit der Dienstanweisung tun. Der Dienstherr ist dann verpflichtet, unverzüglich auf die Remonstration zu antworten. Die rechtlichen Bedenken müssen zunächst schriftlich gegenüber der Schulleitung erklärt werden. Sollte diese die Anordnung nicht aufheben (können), so muss das Schulamt die endgültige Entscheidung treffen, ob die Anordnung aufrechterhalten wird. Normalerweise hat die Remonstration insoweit einen gewissenaufschiebenden Charakter. Aber wegen der Pflicht zur „Begleitung“ der Schüler:innen muss beachtet werden, dass gem. § 36 Abs. 3 BeamtStG bei Gefahr im Verzug die sofortige Ausführung der Anordnung verlangt werden kann. Wegen der damit möglichen disziplinarischen Konsequenzen kann daher nicht geraten werden, die Ausführung zu verweigern. Das Mittel der Remonstration hat aber für die Beamt:innen auf jeden Fall den Vorteil, dass sie, falls auch das Schulamt als zweite Ebene die Dienstanweisung bestätigt, diese zwar ausführen müssen aber von der eigenen Verantwortung befreit sind.

Als Handlungsmöglichkeiten stehen derzeit neben gemeinsamen und individuellen Protesterklärungen die Remonstration (für Beamtinnen und Beamte) beziehungsweise die Gefährdungsanzeige (für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern) zur Verfügung. Die Muster sind diesem Info als Anlage beigefügt. Sie dienen ausdrücklich als Rahmen für eine persönliche Begründung, die die individuellen und schulischen Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt stellt.

Beispiel für Remonstration | Link zum Landeverband

Beispiel für Gefährdungsanzeige | Link zum Landeverband

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Aktuelles
news-248 Mon, 19 Apr 2021 08:27:16 +0200 Wie weiter nach den Osterferien? https://www.gew-buedingen.de/home/details/248-wie-weiter-nach-den-osterferien/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=83e5cabd2d85d786f9b3f04624225494 Wechselmodell beibehalten, Impfangebot für alle Lehrkräfte, Notbremse konsequent anwenden! Anlässlich des heutigen letzten Schultags vor den Osterferien richtet die GEW Hessen den Blick auf den weiteren Schulbetrieb nach den Ferien. Angesichts der Entwicklung des Infektionsgeschehens geht die GEW davon aus, dass dann die seitens der Landesregierung geplante Rückkehr der Grundschulen in den „eingeschränkten Regelbetrieb“ nicht möglich sein wird: „Das Wechselmodell hat sich in den vergangenen Wochen an den Grundschulen gut eingespielt. Nur mit diesem kann eine regelmäßige Teilnahme am Präsenzunterricht einerseits und die Einhaltung des Abstandsgebots im Klassenraum andererseits gewährleistet werden. Die ‚Notbremse‘ muss von daher greifen, das Wechselmodell muss fortgesetzt werden“, so die Einschätzung des stellvertretenden Vorsitzenden der GEW Hessen, Tony C. Schwarz.

Andererseits hält es die GEW aus pädagogischen und sozialen Gründen für vorrangig, dass den Schülerinnen und Schülern ab der Klasse 7 eine – zumindest tageweise – Rückkehr in den Präsenzunterricht ermöglicht wird. Dazu äußert sich Tony C. Schwarz wie folgt: „Das ist für uns der dringendste nächste Öffnungsschritt, der gegangen werden muss, sobald es die Infektionslage zulässt. Die Schülerinnen und Schüler in diesen Jahrgängen waren seit Weihnachten nicht in der Schule. Um die weiterführenden Schulen an anderer Stelle zu entlasten, sollten nun aber auch die Abschlussklassen in das Wechselmodell übergehen. Die bisherige Regelung, dass diese in zwei Räumen von nur einer Lehrkraft gleichzeitig unterrichtet werden, hat sich nicht bewährt.“

Die GEW begrüßt es, dass nach den Osterferien endlich regelmäßig und flächendeckend an den Schulen auf das Corona-Virus getestet werden soll. Die vorgesehene Selbsttestung der Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht der Lehrkräfte ist jedoch kein sinnvoller Weg, wie Tony C. Schwarz darlegt: „Viele Kinder an den Grundschulen – aber durchaus auch zahlreiche Jugendliche an den weiterführenden Schulen – bringen nicht die erforderlichen Voraussetzungen mit, um einen Selbsttest sicher und zuverlässig durchzuführen. Außerdem müssen dazu alle im Klassenraum ihre Masken abnehmen, was hinsichtlich des Infektionsschutzes kontraproduktiv ist. Im Falle eines eventuellen positiven Testergebnisses ist das Chaos vorprogrammiert: Wohin mit dem Kind? Können die Eltern es von der Schule abholen? Muss der Rest der Klasse in Quarantäne, weil ja der Mundschutz abgenommen wurde? Wie stellen wir sicher, dass es zu keiner Stigmatisierung kommt? Wir bleiben dabei – die Schnelltest sollten entweder von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden, oder aber zuhause mit Unterstützung der Eltern.“

In den vergangenen Tagen haben mehrere Landkreise wegen einem verstärkten Infektionsgeschehen den Präsenzunterricht ausgesetzt und den Kita-Betrieb auf eine Notbetreuung eingeschränkt. Die zwischen Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“ muss nach Auffassung der GEW strikt angewendet werden, um einen möglichst sicheren Besuch von Kitas und Schulen zu gewährleisten. Darüber hinaus sollten die zweiwöchigen Osterferien genutzt werden, die Impf-Kampagne weiter zu beschleunigen, indem nun das pädagogische Personal an allen Schulformen das für „nach Ostern“ angekündigte Impfangebot tatsächlich erhält. Die Schulträger sind weiterhin gefordert, den Gesundheitsschutz zu verbessern, etwa durch die Installation von Luftfilteranlagen in den Klassenräumen.

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Aktuelles
news-224 Sun, 18 Apr 2021 11:02:00 +0200 Personalratswahlen 4. u. 5. Mai 2021 https://www.gew-buedingen.de/home/details/224-personalratswahlen-4-u-5-mai-2021/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0724df7ca6e2224f6aa008377366c4d8 Wählen gehen! GEW wählen! Wahl 2021

Eine GEWerkschaft für alle!...auch für dich GEW! Personalratswahlen am 4. u. 5. Mai 2021

  • Wir engagieren uns für gute Arbeitsbedingungen!
  • Wir setzen uns für die Gleichbehandlung aller Kolleg:innen ein!
  • Wir informieren und beraten!
  • Wir stellen kritische Fragen!
  • Wir machen konstruktive Vorschläge!
  • Wir bieten qualifizierte Fortbildungen in PR-Schulungen!
  • Wir sind der starke Rückhalt im Schulalltag!
  • Wir unterstützen Kolleg:innen in Rechtsfragen!

Unsere Kandidat:innen vom KV Büdingen für den Gesamtersonalrat am Staatlichen Schulamt für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis hier

BIlanzinfo der GEW-Fraktion im Gesamtersonalrat am Staatlichen Schulamt für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis hier

Unsere "Tipps für den Schulalltag" hier

 

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Aktuelles
news-241 Sat, 27 Feb 2021 12:58:00 +0100 NPD-Veranstaltung https://www.gew-buedingen.de/home/details/241-npd-veranstaltung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=faa1a8a9ffbc9aa0a5028cf63b1e120c „Die NPD raus aus den Parlamenten + Daniel und Stefan - Endlich raus aus den Kinderzimmern“ Unter dem Motto „Die NPD raus aus den Parlamenten + Daniel und Stefan - Endlich raus aus den Kinderzimmern“ hatte die Antifaschistische Bildungsinitiative e.V. am 27. Februar 2021, nach Altenstadt zu einer Kundgebung gegen den in der Altenstadthalle stattfindenden Veranstaltung der NPD geladen.

Ca. 200 Menschen verschiedener Parteien und Organisationen waren der Aufforderung gefolgt, darunter auch Kolleginnen und Kollegen des GEW Kreisverbandes Büdingen.

Demgegenüber waren lt. Polizei lediglich 30 bis 50 Teilnehmer:innen zum Parteitag erschienen. Beobachtet wurde die äußerst friedliche Situation von ca 120 Polizisten.

Redner:innen betonten, wie wichtig es ist, gegen eine menschen- und verfassungsfeindliche NPD Flagge zu zeigen. An die Teilnehmer der Kundgebung wurden weiße Rosen als Zeichen des Widerstands verteilt.

Foto: Ingrid Haesler

                                                                                                                    

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Aktuelles
news-245 Fri, 05 Feb 2021 14:19:00 +0100 Verlässlichkeit und mehr Personal für die Schulen https://www.gew-buedingen.de/home/details/245-verlaesslichkeit-und-mehr-personal-fuer-die-schulen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a5fbbd95dfb57fa3f410131eaed81eb Forderungen der Eltern, Schülerinnen und Schüler und der Bildungsgewerkschaft Pressemitteilung 5. Februar 2021 Der Landeselternbeirat, die Landesschüler:innenvertretung und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen begrüßen die Ankündigung der Hessischen Landesregierung, zunächst in den Klassen 1 bis 6 von der derzeitigen Aussetzung der Präsenzpflicht zum Wechselunterricht überzugehen. Aus der Perspektive von Schülerinnen und Schüler, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen ist der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht in der derzeitigen pandemischen Gesamtlage, die absehbar noch mehrere Monate andauern wird, die einzige Möglichkeit, um in geteilten Klassen mit deutlich weniger Schülerinnen und Schülern das Abstandsgebot einhalten zu können. „Nur so kann derzeit der Gesundheitsschutz von Schülerinnen und Schülern, ihren Familien und allen an der Schule Beschäftigten gewährleistet werden. Seit Monaten haben wir uns den politisch Verantwortlichen gegenüber mit Nachdruck für den Wechselunterricht und die Umsetzung der diesbezüglichen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eingesetzt. Daher sind wir froh, dass das Wechselmodell jetzt endlich kommen soll“, sagt Susanne Gärtner-Koske, stellvertretende Vorsitzende des Landeselternbeirats.

„Aus unserer Sicht bietet sich in der Grundschule ein täglicher Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht an. Wichtig ist uns, dass die Schulgemeinde, also Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Personalrat und Schulleitungen sich in einem Diskussionsprozess auf eine Form des Wechselunterrichts verständigen. Wir finden es aber falsch, dass die Grundschulen nur für zwei Wochen ins Wechselmodell gehen sollen, um danach schon wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb überzugehen. Das schafft unnötige Unruhe in den Schulen. Das ist etwas, was Schulen im Moment nicht gebrauchen können“, ergänzt Gärtner-Koske.

Was alle in der Schule Beteiligten jetzt am dringendsten benötigten, ist Planbarkeit, Verlässlichkeit, Partizipation und vor allem eine gute Kommunikation, betont auch Landesschulsprecher Dennis Lipowski: „Alle müssen sich gut auf die neuen Unterrichtsformen einstellen und in Ruhe lernen und lehren können.“ Zudem fordert er, ausreichend medizinische Masken für Schülerinnen und Schüler in den Schulen vorzuhalten. „Viele Schülerinnen und Schüler haben es in den letzten Monaten besonders schwer gehabt. Sie konnten von ihren Elternhäusern aus vielen Gründen nicht ausreichend unterstützt werden. Viele konnten zu Hause nicht gut lernen, oft auch, weil sie keinen eigenen Arbeitstisch, kein digitales Endgerät, kein WLAN oder nicht genügend Datenvolumen auf dem Handy hatten. Diese Schülerinnen und Schüler müssen jetzt besonders gefördert werden“, mahnt Lipowski an.

Landeselternbeirat, Landesschüler:innenvertretung und GEW Hessen sind sich einig, dass dafür zusätzliches Personal und zusätzliche Räume zur Verfügung gestellt werden müssen. Das Land Hessen hat zwar für Aushilfs- und Vertretungskräfte 150 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen bereitgestellt, diese Mittel sind aber bislang kaum an den Schulen angekommen: „Wir fordern, die bürokratischen Hürden für die Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen abzubauen. Es muss dringend zusätzliches Personal eingestellt werden, denn es gilt, besonders die Schülerinnen und Schüler intensiv zu fördern, die in den letzten Monaten von ihrer schulischen Entwicklung abgehängt waren“, mahnt Birgit Koch, Vorsitzende der GEW Hessen.

„Wir denken hierbei vor allem an Schülerinnen und Schüler, die inklusiv beschult werden beziehungsweise einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Auch denken wir an Schülerinnen und Schüler, die noch nicht so gut Deutsch sprechen und schreiben können und solche, die wir einfach nicht mehr erreichen. Für alle brauchen wir eine intensive Förderung in kleinen Lerngruppen, denn eine erfolgreiche pädagogische Arbeit gelingt nur in einer guten und vertrauensvollen Beziehungsstruktur. Hierfür könnten beispielsweise Studierende der Sozialen Arbeit oder des Lehramts eingesetzt werden“, so Birgit Koch. Für viele Studierenden sind die Jobs, mit denen sie teilweise ihr Studium finanziert haben, Corona-bedingt weggefallen. Zudem sollte überprüft werden, ob in dieser Form nicht auch ein Teil der im Rahmen des Lehramtsstudiums zu absolvierenden Schulpraktika erbracht werden könnten.

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Aktuelles
news-244 Fri, 05 Feb 2021 14:02:00 +0100 Kein weiter so in den Kitas https://www.gew-buedingen.de/home/details/244-kein-weiter-so-in-den-kitas/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4ca0d5e2d4493b44c54a330989c23148 Endlich geregelten Notbetrieb in den Kindertagesstätten einführen. Gesundheitsschutz von Erzieherinnen und Erziehern ernst nehmen! Pressemitteilung 5. Februar 2020 In Frankfurt ist erstmals in einer Kita die Britische Corona Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Testungen ergaben mehrere positive Befunde bei Mitarbeitenden und Kindern.

„Dies zeigt die Dringlichkeit, endlich einen geregelten Notbetrieb in Kitas einzuführen“, erklärt dazu Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen. „Es braucht klare Kriterien, um eine tatsächliche Kontaktminimierung zu erreichen. Appelle an Eltern, die Kinder zu Hause zu behalten, reichen nicht. Zusätzlich benötigen wir eine engmaschige Teststrategie, die Infektionsausbrüche zeitnah abbildet.“

„Zudem fordern wir die Landesregierung erneut auf, den Erzieherinnen und Erziehern früher die Möglichkeit der Impfung einzuräumen und sie in der Prioritätenliste nach oben zu setzen“, bekräftigte Wiedwald die Forderung der GEW Hessen.

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Aktuelles
news-238 Mon, 16 Nov 2020 10:59:00 +0100 A 13 – Aktion 2020: https://www.gew-buedingen.de/home/details/238-a-13-aktion-2020/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e6c5067f3542e22690290e5db339a319 „Masken für alle – A13 für alle“ Unter diesem Motto stand die diesjährige Aktion des GEW Kreisverbandes Büdingen zur gerechten Entlohnung von Grundschul- und Fachlehrkräften. Der 13. November ist der Tag, an dem die Bezahlung einer der oben genannten pädagogischen Gruppen endet - verglichen mit der Bezahlung der Lehrkräfte anderer Schulformen.

Kolleg*innen der Otto-Dönges-Schule in Nidda hatten sich dazu etwas Besonderes einfallen lassen. Um ihr Anliegen zu unterstreichen, trugen die Lehrerinnen und Lehrer neben ihrem Mund-Nasen-Schutz auch selbstgefertigte Augenmasken. „Wir sind uns einig – Masken für alle, gleiche Bezahlung für alle“, lautete der einhellige Tenor. Selbst der Schulhund bellte ins gleiche Horn. Ob er dafür Leckerlies bekam, ist nicht bekannt.   

Die zusätzlichen Belastungen durch coronabedingten Distanzunterricht im Frühjahr haben die Situation nach Meinung der GEW vor allem an den Grundschulen noch verschlechtert. Längst sei der Mangel an Grundschullehrkräften zu einem ernsthaften Problem geworden. Gymnasiallehrkräfte mit einer höheren Besoldung werden an Grundschulen eingesetzt und sollen die Lücken stopfen. Dies zeige erst recht auf, dass Pädagoginnen und Pädagogen mit Grundschullehramt eine Gleichstellung in der Besoldung mit anderen Lehrämtern auf Dauer nicht zu verwehren ist, so die GEW abschließend in ihrer Stellungnahme.

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Aktuelles
news-243 Tue, 01 Sep 2020 11:42:25 +0200 Tarifrunde im öffentlichen Dienst Bund und Kommunen https://www.gew-buedingen.de/home/details/243-tarifrunde-im-oeffentlichen-dienst-bund-und-kommunen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c627061fd461e322b4354d53d8239ea5 4,8 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro mehr Gehalt fordern die Gewerkschaften 4,8 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro mehr Gehalt fordern die Gewerkschaften in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes für die bei Bund und Kommunen Beschäftigten. Zudem erwarten die Gewerkschaften, dass die wöchentliche Arbeitszeit für die Angestellten in den östlichen Bundesländern auf 39 Stunden gesenkt und damit 30 Jahre nach der Einheit an das Westniveau angeglichen wird.

„In der Corona-Krise zeigen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, dass sie und ihre qualifizierte Arbeit unverzichtbar sind. So haben beispielsweise die Erzieherinnen in der Kita selbst zu Hochzeiten der Pandemie mit Notdiensten dafür gesorgt, dass viele Eltern ihren Beruf ausüben konnten. Klatschen für ‚die Alltagshelden‘ allein reicht aber nicht. Jetzt müssen die Gehälter spürbar steigen“, sagte Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), während einer Pressekonferenz der Gewerkschaften ver.di, GdP und GEW sowie des Beamtenbundes am Dienstag in Berlin. „Nachdem die Politik einen Rettungsschirm für die Kommunen aufgespannt hat, sind jetzt die Beschäftigten dran. Der Staat muss in der Krise als Stabilisator auftreten. Dazu gehört, mit höheren Gehältern die Binnennachfrage in Deutschland zu stärken.“

„Deutschland braucht einen handlungsfähigen Staat mit hoch qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Das zeigt uns die Corona-Krise Tag für Tag. Auch um dem Fachkräftemangel etwa an den Kitas entgegenzutreten, muss der öffentliche Dienst für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv bleiben: Dazu gehören nicht zuletzt eine gute Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen“, betonte Tepe.

Info: Der Auftakt zur Tarifrunde findet am 1. September in Potsdam statt. Für den 19./20. September und den 22./23. Oktober sind zwei weitere Verhandlungsrunden in Potsdam geplant.

Die Forderung bezieht sich auf eine Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr.

GEW Hauptvorstand

Zur Tarifrunde | Infos der GEW Hessen

Den Tarif für Kommunen verhandelt der Hauptvorstand der GEW www.gew.de/tarif/tvoed

 

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Aktuelles
news-242 Thu, 02 Jul 2020 14:12:00 +0200 Repräsentative Umfrage zur Hygiene an Schulen in Hessen https://www.gew-buedingen.de/home/details/242-repraesentative-umfrage-zur-hygiene-an-schulen-in-hessen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac11a8147bb9e04f418bd9fc3ab8d859 GEW stellt Ergebnisse vor: „Kultusministerium muss Hygienestandards sicherstellen!“ Pressemitteilung 2. Juli 2020 „Im Zuge der Corona-Pandemie sind die Hygienemängel an den Schulen besonders deutlich geworden. Die entsprechenden Versäumnisse im Bereich der Schulgebäude haben wir seit Jahren zum Thema gemacht. Durch die jetzt vorgelegte Umfrage sehen wir uns in dieser Forderung bestätigt und fordern das Kultusministerium auf, endlich zu handeln!“ sagte die Vorsitzende der GEW Hessen, Maike Wiedwald heute in Frankfurt.

Wiedwald erläuterte die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Hygienemängeln an Schulen: gut 70 Prozent der Befragten in Hessen teilten die Einschätzung, dass die hygienische Grundausstattung an Schulen vor der Corona-Pandemie durch die Politik vernachlässigt wurde.

Die bundesweit erfolgte, repräsentative CIVEY-Umfrage im Auftrag der Bildungsgewerkschaft GEW, die auch Ergebnisse für die einzelnen Bundesländer enthält, zeige Versäumnisse der Politik und den Wunsch nach besseren hygienischen Bedingungen an Schulen auf – auch über die Corona-Pandemie hinaus. Für die Befragten in Hessen, so Wiedwald sei das Thema Hygiene an Schulen nicht auf die Corona-Pandemie beschränkt: „80 Prozent denken, dass die hessischen Schulen auch über die Pandemie hinaus stärker auf die hygienischen Grundvoraussetzungen achten sollten. Uns überraschen die Zahlen nicht. Sie sind eine Folge jahrzehntelanger Vernachlässigung der Bildungsinfrastruktur, auf die wir die politisch Verantwortlichen immer wieder hingewiesen haben. Marode Schulen sind ein Skandal! Wir fordern seit Jahren eine Erhebung des Investitionsrückstands von den politisch verantwortlichen und werden ignoriert. Damit muss Schluss sein! “

Die GEW Hessen schätzt den Investitionsstau an den Schulen in Hessen auf mindestens vier Milliarden Euro. Spätestens jetzt, so Wiedwald abschließend, müsse die Politik aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und die Kommunen gut ausstatten. Auch bei der Gebäudereinigung müsse gegengesteuert werden: „Statt Outsourcing brauchen wir auch in der Gebäudereinigung gute Arbeitsverhältnisse und ausreichend Personal.“

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